Global Belly (2017-19)

Theaterperformance über transnationale Leihmutterschaft

Der unerfüllte Kinderwunsch treibt Paare aus Deutschland und der Schweiz ins Ausland. In Indien, den USA und der Ukraine beauftragen sie Leihmütter, ein Kind für sie auszutragen. Die Wunscheltern umgehen dabei rechtliche Grenzen und betreten moralisches Neuland. Flinn Works hat in allen fünf Ländern recherchiert um der transnationalen Leihmutterschaft auf den Grund zu gehen: Ist sie ein Segen der Medizin oder Kolonialisierung der Körper? In einem multiperspektivischen Parcours treffen windige Agenturchefinnen auf zufriedene Leihmütter und streitendende Feminist*innen auf liebevolle Wunschväter.

„(…) Flinn Works haben mit Global Belly eine aufsehenerregende, kluge und komplexe Arbeit krieiert, die nicht nur ein Thema behandelt, das emotional und existentiell aufgeladen ist wie kaum ein anderes – (…) Aber sie verweist eben auch noch in viel größere Zusammenhänge: Subtil wird am Beispiel des Kinderwunsch-Business die Privilegien-Verteilung der Welt ebenso beleuchtet, wie die rasante gesellschaftliche Verschiebung ethischer Grenzen.“ theater heute, 08/18

Performance: Anne Hoffmann, Cornelia Dörr, Matthias Renger, Sonata, Lea Whitcher
Recherche und Text: Team Global Belly
Regie Sophia Stepf – Flinn Works

Spielorte: Sophiensæle Berlin, Dock 4 Kassel, Theater Tuchlaube Aarau, CREA Amsterdam, Perfroming Arts Festival Berlin @ Sophiensaele, Impulse Theaterfestival

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Oshi-Deutsch – die DDR-Kinder von Namibia (2016)

Ein namibisch-deutsches Theaterprojekt

Auf der Grundlage von Interviews mit ehemaligen DDR-Kindern in Namibia und mit ehemaligen Erzieher*innen in Deutschland erarbeiteten Regisseur*innen und Darsteller*innen des College of the Arts Namibia und des Theaters Osnabrück gemeinsam ein Theaterstück, das sich auf Oshiwambo, Deutsch und Englisch den komplexen Begriffen von Heimat und Identität näherte.

Regie: Gernot Grünewald und Sandy Rudd
gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes
Spiel: Helouis Goraseb, Ndinomholo Ndilula, Beatrix Munyama, Anne Hoffmann, Rébecca Mehne, Oliver Meskendahl, Sabrina Kaulinge, Shakira Ntakirutimana, Gia Shivute, Adam Eiseb, Mbitjita Tjozongoro

Spielorte: Theater Osnabrück, National Theatre Windhuk, Schule in Oshakati,
Theater Güstrow und andere

Informationen auf der Internetseite des Theater Osnabrück
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Pol Pots Lächeln oder Recherchen zum guten Glauben (2015-18)

Ein Recherche-Theater-Projekt für eine Spielerin und dreizehn Glühbirnen

Was ist der Unterschied zwischen dem, was ich sehe, und dem, was ich sehen will?
In dem ca. einstündigen Soloabend schlüpft Anne Hoffmann in schnellen Wechseln in verschiedene Figuren, befragt, erzählt, erinnert sich. Sie setzt sich mit der damaligen Verstrickung ihrer eigenen engagierten Eltern auseinander und bearbeitet ein Stück Geschichte – individuelle Geschichte wird in Beziehung gesetzt zur politischen Geschichte und zur Geschichte zwischen zwei Generationen.

„(…) Die Betroffenheit wirkt authentisch, wird aber zu keinem Zeitpunkt unangebracht rührselig. Das Mittel der vielen kleinen Lampen unterstützt die Aussage: Einen echten Überblick über das Thema zu bekommen, ist unmöglich. Keine letzte Wahrheit. Zu mächtig war und ist die Filterblase, egal ob analog oder digital. Als Entschuldigung gilt dies aber nicht.“ Lisa Kerlin, Trailer-Ruhr, Januar 2017

Recherche/Dramaturgie/Fassung/Produktion: Ruth Messing, Anne Hoffmann
Spiel: Anne Hoffmann
Regie: Ruth Messing
Einstiegsstipendium des Berliner Senats für Anne Hoffmann

Koproduktion Theaterdiscounter Berlin
weitere Spielstätten: Lichthof Hamburg, Prinzregenttheater Bochum, Stadttheater Konstanz…

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Innenwelten oder der Pudel in Dir (2014)

Stückentwicklung aus originalen Tagebucheinträgen
von Frauen zwischen 9 und 102 Jahren

Drei außerirdische Wesen fliegen ein – Frauenforscherinnen. Mit Arbeitsgeräten aus Küche, Operationssaal und Werkbank rücken sie ihrer Beute zu Leibe: unzählige Tagebücher, unberührte, intime Aufzeichnungen von Frauen aller Altersstufen und Lebenssituationen.

Konzeption/Recherche/Textmontage: Anne Hoffmann, Katharina Uhland
Spiel: Anne Hoffmann, Katharina Uhland, Dagmar Poppy
Regie: Judith Kuhnert

Kinder-und Jugendtheater Festival Spielstark in Saarbücken,
Sophiensaele Berlin, 100 Grad Festival

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Foto: Dirk Guldner

Elysée 63 (2012-14)

Mit ihrer multimedialen Bühnenshow „Elysée63“ wagen DIE REDNER den Blick nach vorn. Sie machen Lust auf eine Auseinandersetzung mit der Zukunft Europas, sie rufen auf, provozieren, wollen etwas verändern und gehen unter die Haut – mit der unvergessenen Rede Charles de Gaulles an die deutsche Jugend vom 9. September 1962 – und mit Spannung, Humor und den Visionen einer vergessenen Zeit.

„Dieses Europa geht unter die Haut
Eine „junge Frau“ (eindringlich: Anne Hoffmann) droht an den Konflikten, dem Nationalismus und der Gewalt in einem Europa des Jahres 2063 zu verzweifeln und ist drauf und dran auszuwandern. (…) so entstehen Grooves, Melodien und Klänge, die ohne Umschweife ansprechen, geradezu eine Sogwirkung entwickeln und wie eine Klammer das verwinkelte Geschehen zusammenschweißen: ein Puzzle aus ständigen Wechseln der Zeitperspektive bis hin zum rasanten Bilderslalom durch die Jahrzehnte, zwischen O-Tönen und philosophisch-politischen Zitaten. (…) Riesenapplaus.“
Stefan Uhrmacher, Saarbrücker Zeitung, Februar 2013

Schauspiel: Anne Hoffmann, Stéphane Hessel
Konzeption, Musik, Regie: DIE REDNER

Staatstheater Saarbrücken, Auswärtiges Amt Berlin, Europaparlament Brüssel und diverse Schulen in Deutschland, Frankreich und Belgien

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